Nahrungsergänzung: Was ich selbst nehme, warum ich das tue und was ich davon halte

von Michaela Hastenteufel · Miss One to One · Personal Training Hamburg-Altona

Ich war lange skeptisch. Wirklich. Nahrungsergänzungsmittel hatten für mich immer etwas von "teures Marketing für Menschen, die keine Lust haben, vernünftig zu essen". Das war meine ehrliche Haltung, viele Jahre lang.

Dann hat mich mein eigener Körper zum Nachdenken gebracht. In der Phase tiefer Erschöpfung, die mein Leben damals auf den Kopf gestellt hat, habe ich angefangen, wirklich genau hinzuschauen – nicht nur auf Bewegung und Regeneration, sondern auch auf das, was auf zellulärer Ebene passiert. Ich wollte verstehen, warum Energie plötzlich einfach weg ist. Warum der Körper ab einem bestimmten Punkt anders reagiert als früher. Und was man wirklich tun kann, nicht was die bunte Verpackung verspricht, sondern was die Blutwerte zeigen. Das war der Anfang.

Das Problem mit "einfach besser essen"

Ich sage meinen Klientinnen nicht, dass sie schlecht essen. Die meisten essen tatsächlich sehr bewusst. Das Thema ist ein anderes: Selbst eine ausgewogene, gemüsereiche Ernährung deckt heute nicht immer alles ab, was der Körper braucht, weil Böden weniger mineralreich sind als früher, weil wir viel Zeit drinnen verbringen, weil Stress den Verbrauch bestimmter Nährstoffe erhöht, und weil der Körper ab 40 manches schlicht weniger effizient aufnimmt als vorher.

Das ist kein Grund zur Panik, aber es ist ein Grund, genauer hinzuschauen. Und genau das tue ich.

Was ich persönlich nehme – und warum

Ich möchte hier keine allgemeine Empfehlungsliste aufschreiben, denn was ich nehme, passt zu mir, meinem Körper, meiner Situation. Was ich aber sagen kann: Ich nehme nur so viel, wie mein Körper wirklich braucht. Das halte ich mit Bluttest im Blick. Kein Raten, kein Ausprobieren im Dunkeln – sondern gezielte Versorgung auf Basis von Fakten.

Vier Bausteine sind bei mir täglich gesetzt:

Das maritime Omega-3-Öl ist meine absolute Basis. Omega-3 ist an so vielen Prozessen beteiligt – Entzündungsregulation, Herzgesundheit, Hirnfunktion – und ich stelle damit sicher, dass ich keine stillen Entzündungen habe und mein Herz-Kreislauf-System sowie mein Gehirn ausreichend versorgt sind. Ich esse zwar regelmäßig Fisch, aber nicht täglich, und die Qualität variiert. Deshalb ist ein hochwertiges maritimes Fisch- oder Algenöl für mich kein Luxus, sondern Grundstein.

Vitamin D und Vitamin K nehme ich als Kombipräparat. Wer in Deutschland lebt und nicht täglich mittags mit freien Armen draußen steht, hat im Herbst und Winter fast garantiert einen suboptimalen Vitamin-D-Spiegel. Ich lasse meinen Wert zweimal im Jahr messen und ergänze entsprechend. Das Vitamin K dazu ist kein Zufall – die Kombination unterstützt gezielt Knochen- und Arteriengesundheit sowie das Immunsystem. Das ist keine Glaubensfrage – der Körper kann Vitamin D ohne Sonne nicht selbst herstellen, und Vitamin K sorgt dafür, dass das Calcium auch dort landet, wo es hingehört: in den Knochen, nicht in den Arterien.

Mein Multi-Präparat enthält Magnesium, Vitamin C, Jod, Selen, Kupfer, Chrom, Zink und B-Vitamine. Damit bin ich täglich gut basisversorgt, ohne mir für jeden einzelnen Nährstoff extra Gedanken machen zu müssen. Magnesium unterstützt die normale Muskelfunktion, das Nervensystem, den Energiestoffwechsel und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei – und zur Erhaltung normaler Knochen. Gerade für Frauen ab 40 sind das keine abstrakten Versprechen, sondern Bereiche, die sich im Alltag ganz konkret bemerkbar machen. Ich merke den Unterschied, wenn ich es weglasse.

Und dann ist da noch das Meerescollagen. Das ist mein ständiger Begleiter. Collagen ist ab einem bestimmten Alter kein Nice-to-have mehr, und ich nehme es konsequent auf täglicher Basis.

Weniger ist mehr. Ich tue das Richtige, mit hochwertigen Produkten, an den maßgeblichen Stellen. Effizienz ist mir dabei sehr wichtig.

Warum Eqology

Für die konkrete Produktauswahl arbeite ich seit vielen Jahren bewusst mit Eqology zusammen – einem der führenden Healthy-Aging-Unternehmen in Europa, mit norwegischen Wurzeln. Was mich damals überzeugt hat, war die Transparenz über Herkunft und Qualitätsstandards. Eqology deckt mit ihren Produkten genau die Stellen ab, wo gemäß Studien die meisten Nährstoffdefizite vorhanden sind – evidenzbasiert, testbasiert, voll natürlich.

Ich empfehle sie voller Überzeugung an all meine Klientinnen weiter, weil ich weiß, dass die Kombination aus Sport und Nährstoffen einen großen Unterschied macht. Hier wirkt der Synergieeffekt. Das eine verstärkt das andere. Und genau deshalb ist diese Partnerschaft für mich keine Frage von Marketing, sondern von Konsequenz.

Wer neugierig ist, spricht mich gerne direkt an – ich teile meine Erfahrungen gerne persönlich.

Was ich nicht empfehle

Alles auf einmal anfangen. Sich von hübsch designten Verpackungen leiten lassen. Nahrungsergänzung als Ersatz für Bewegung oder Schlaf betrachten. Die meisten supplementieren ohne Sinn und Verstand – ich verlasse mich auf Blutwerte und supplementiere gezielt. Das macht den Unterschied.

Und: einfach nehmen, ohne zu wissen, was man wirklich braucht. Ich sage das so deutlich, weil ich in den letzten 10 Jahren viele Frauen erlebt habe, die viel Geld für Präparate ausgegeben haben, die sie nicht brauchten, während sie gleichzeitig einen echten Mangel hatten, den niemand gemessen hatte. Das ärgert mich, weil es vermeidbar wäre.

Messen lassen geht auf verschiedenen Wegen: beim Hausarzt, direkt im Labor oder über Trockenbluttests – die sind unkompliziert, gut auswertbar und lassen sich zu Hause durchführen. Ich biete über Eqology zum Beispiel eine Fettsäureanalyse inkl. Omega-3/Omega-6-Ratio und Omega-3-Index an, einen K2+D3-Test sowie einen Mineralstofftest mit Magnesium, Kupfer, Jod, Chrom und Selen. Wer wissen möchte, wo er wirklich steht, hat damit eine konkrete Grundlage.

Die andere Seite ist die Einordnung. Ein Laborwert allein sagt wenig, wenn niemand erklärt, was er bedeutet. Hausärzte sind vieles – aber Nährstoffmedizin war kein Schwerpunkt im Studium, und im Labor gibt es in der Regel keine Beratung. Wer beides möchte – die Messung und das Gespräch darüber – kann das bei mir aus einer Hand bekommen. Für alle, die das möchten.

Nahrungsergänzung als Teil eines größeren Bildes

Ich sehe Mikronährstoffe als einen Baustein, nicht als die Lösung. Neben dem Training, neben dem Schlaf, neben der Frage, wie du mit Stress umgehst. Das ist für mich der Kern der Sowohl-als-auch-Methode: Es geht nicht um ein einziges Geheimrezept, sondern darum, mehrere Hebel gleichzeitig in die richtige Richtung zu bewegen – in einem Tempo, das zu deinem Leben passt.

Wenn du Fragen dazu hast, was für dich persönlich sinnvoll sein könnte, komm gerne auf mich zu. Ich bin keine Ärztin und gebe keine medizinischen Diagnosen, aber ich kann mit dir gemeinsam schauen, welche Fragen du bei deinen Ärzten stellen solltest und was sich in meiner Erfahrung bewährt hat.

Ganz liebe Grüße, Michaela

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